Caupanos Welt

Eine Sammlung dessen, was mit so begegnet

Der Geocache, das BKA und die Bombe

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Gulli.com berichtet heute über einen Vorfall und seine Folgen vom 23.9. in Karlsruhe:

Der dortige Hauptbahnhof wurde nämlich am 23.9. zwischen 13:45 und 15 Uhr in Teilen gesperrt, weil jemand jemanden dabei gesehen hat, wie er etwas angeblich verdächtiges versteckte. Daraufhin rief der Seher die Polizei, der Bundesgrenzschutz vermutete gleich eine Bombe, sperrte Teile des Bahnhofs und ermittelte in alle Richtungen (Artikel 1 bei ka-news.de).
Am Donnerstag konnte dann festgestellt werden,  als handele es sich bei dem versteckten Objekt um einen harmlosen Gegenstand des täglichen Lebens – und auch die BPol gab zu verstehen, auch im Bereich Geocaching zu ermitteln (Artikel 2 bei ka-news.de).
Hier könnte die ganze Sache enden, aber eine weitere Webrecherche bringt zutage, dass ein paar Tage später die Bundespolizei einen weiteren Cache findet, und zwar S-Bahnhof in Langenhagen (die Neue Presse berichtet).

Anscheinend sind sich Polizei und Geocacher nicht grün. Von Seiten der Behörde wird von schlechter Auswahl der Verstecke, unauffälligem oder auch auffälligem Verhalten sowie schlechter Kennzeichnung gesprochen. Die Bundespolizei weist darauf hin, dass gerade in Anbetracht der zurzeit erhöhten Gefährdungslage (sic) „konspiratives Verhalten“ zu vermeiden sei.

Wer sich an die FußballWM im Jahre 2006 erinnert, der sei auch an den Fall der damals 16-jährigen Corinna F. erinnert, die sich wegen besonders unauffälligem Verhalten so verdächtig gemacht hat, dass sie sich mal eben komplett nackig machen und eine kompletten Abtastuntersuchung über sich ergehen lassen musste (lawblog.de berichtete: Artikel, Interview mit Corinna F.). Es zeigt sich also, dass es so etwas wie nicht-konspiratives Verhalten nicht gibt.

Als Drohkulisse, die die BPol gegenüber Geocachern aufbaut, ist, dass diese bei Ermittlung ihrer Person die Kosten des Einsatzes zu tragen haben. Da sich das wahrscheinlich wenige Mitspieler leisten können, fällt somit eine weitere interessante, spannende Freizeitbeschäftigung, bei der sich die jungen Laute endlich mal wieder an der frischen Luft bewegen und sogar Kinder wieder mir ihren Eltern freiwillig wandern cachen gehen der konsequent aufgebauten Terrorangst zum Opfer – früher hätte man nicht bei jeder rumliegenden Plastikdose gleich die Cops gerufen…

Danke, Innenministerium.

Meint der
Caupano

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Written by caupano

6. Oktober 2009 um 07:48

Veröffentlicht in Uncategorized

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