Caupanos Welt

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Ein paar Gedanken zur Schweinegrippeimpfung

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Die Impfung gegen den Erreger Influenza-A-Virus H1N1 (A/H1N1), in den Medien auch als „Schweinegrippe“ bekannt, wird ziemlich kontrovers Diskutiert – unterschiedliche Impfstoffe für die verschiedenen Berufe wie die Sorge vor den als Wirkverstärker eingesetzten Adjuvantien lassen die Presse und große Teile der Bevölkerung an einer Impfung zweifeln, die glücklicherweise bisher geringe Rate von Todesopfern der durch das Virus ausgelösten „neuen Grippe“ tut ihr ihriges, unsere Landsleute von der Impfung abzuhalten.

Ich habe einmal nachgelesen, wobei es sich bei diesen Adjuvantien so handelt. Als Adjuvans kommt das Adjuvant System 03 aus Squalen, DL-α-Tocopherol (Vitamin E) und Polysorbat 80 zum Einsatz. Womit haben wir es hiermit zu tun?

  • Squalen ist eine Zwischenstufe der Biosynthese von Cholesterin, Steroiden und Vitamin D, wesentlicher Bestandteil der Hautlipide und kommt ebenfalls im Blutserum des Menschen vor. Es handelt sich also um einen natürlicherweise im menschlichen Organismus vorkommenden Stoff. Squalen kann, nach experimentellen Studien von W.B. Szostak und D. Szostak-Wegierek, eine verbesserten Leistung des Immunsystems hervorrufen.
  • Vitamin E ist ein wichtiges Vitamin und ist auch Inhaltsstoff vieler Multivitaminzubereitungen. In der Nahrungsmittelindustrie wird Vitamin E als Antoxidans eingesetzt, also um zu verhindern, dass das Lebensmittel durch den Luftsauerstoff verdirbt – das wird wohl auch bei dem Impfstoff der Fall sein.
  • Polysorbat 80 ist ein Emulgator, seine Sufgabe ist also dafür zu sorgen, dass Fett- und Wasserphase einer Emulsion eine stabile Verbindung eingehen. Polysorbat 80 ist in der EU als Lebensmittelzusatzstoff der Nummer E 433 zugelassen

Die Stoffe, die in dem Impfstoff als Wirkstoffverstärker eingesetzt werden, sind also nicht irgendwelche merkwürdigen Stoffe sondern solche, die Stoffe sind, die sehr bekannt und in zwei von drei Fällen sogar normalerweise im Körper vorkommen und benötigt werden. Allein der Emulgator ist kein körpereigener Stoff aber ein zugelassener Zusatzstoff für Lebensmittel und darf auch für Injektionsarzneimittel eingesetzt werden.

Adjuvantien führen zu einer lokalen Gewebereizung und binden außerdem das Antigen, so dass es nur verzögert freigesetzt wird. Dadurch werden eine erhöhte Antikörperbildung und eine verstärkte Immunantwort erreicht. Das heißt, dass es um den Einstich zu einer schmerzenden oder juckenden Rötung oder Schwellung des Gewebes kommen kann. Alle anderen Nebenwirkungen, die der Impfe zugeschrieben werden, sind grippeähnliche Symptome wir Husten, Kopf- und Gliederschmerzen und Abgeschlagenheit oder auch schlimme Nebenwirkungen wie mögliche Herz- und Atemstillstände oder Lähmungen sind, soweit ich das beurteilen kann, auf die Virusteile und nicht auf die Wirkverstärker zurückzuführen und dürften auch Risiko einer adjuvantienfreien Impfe sein (das mit den grippähnlichen Symptomen ereilt mich jedes Jahr nach der saisonalen Grippeimpfung…)

Was auch immer die Nebenwirkungen auslöst, soll man eine Impfung riskieren? Ich denke ja. Nach dem epidemiologischen Bulletin des Robert-Koch-Instituts tötet die normale Grippe jedes Jahr um die 1000 Bundesbürger. Auch wenn die neue Grippe wohl noch nicht so gefährlich ist, ist es um ein vielfaches leichter, sich mit ihr anzustecken, und auch wenn man an der Grippe nicht gleich stirbt – wer einmal einen Grippefall beobachtet hat wird sich kaum mehr fragen, ob sich sich lohnt, sich impfen zu lassen. Ich hatte das zweifelhafte Vergnügen zu beobachten, wie mein Vater vor ein paar Jahren von der Influenza erwischt wurden: tip-top in Form am Morgen, nur-noch-im-Bett-liegen-können am Nachmittag, beinahe eine Woche vollkommen aus dem Verkehr gezogen. Dabei ist auch ein „milderer Verlauf“ einer „Schweinegrippe“ nichts, was ich für mich ausprobieren muss. Um das zu verhindern riskiere ich gern einen schmerzenden Arm und ein paar Tage Husten.

Wenn man an die Folgen denkt, was passieren würde, wenn der ansteckende neue Virus zusammen mit dem tödlicheren alten Virus in einem Körper zusammen zu einem noch gefährlicheren Virus mutiert, dann wird einem ganz anders.

Interessantererweise ist der von der Bundesregierung und der Bundeswehr eingesetzte Impfstoff derjenige, dem dadurch, dass er nicht nur Teile der Virushülle sondern das komplette, inaktivierte Virus enthält, ein höheres Nebenwirkungsrisiko unterstellt wird – reden wir also wie die BILD von einer Zwei-Klassen-Impfung, ist es unsere Regierung und unsere Armee, die das höhere Risiko der Impfung trägt, nicht die Bevölkerung.

Das geschriebene stellt natürlich nur meine Meinung dar. Ich kann, will und werde keine Verantwortung dafür übernehmen, dass die von mir recherchierten Informationen zu 100% korrekt sind, noch dafür, dass einem/r LeserIn durch Folgen oder Nichtfolgen meiner Schlussfolgerungen in irgend einer Form Schaden entsteht. Du bist selbst für Deine Entscheidungen verantwortlich, auch für die, Dich impfen zu lassen oder nicht. Ich lehne die Verantwortung dafür entschieden ab, Du bist groß genug, selber nachzurecherchieren und Dir deine eigene Meinung zu bilden – das Blog hier hast Du ja auch gefunden 😉

Es grüße,
Caupano

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Written by caupano

7. November 2009 um 21:30

Veröffentlicht in Medizin

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